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Erster CIAT im Langestüt Celle 2010


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Am und 22. August 2010 fand auf dem Gelände des berühmten Landgestüts Celle in der Nähe von Hannover der erste Concours International d’Attelage de Tradition nach dem CIAT Reglement statt.
Graf Günzel von der Schulenburg,jahrelanger treuer Teilnehmer bei den  Traditionsturnieren  in Cuts und überzeugter Unterstützer des CIAT organisierte diese Veranstaltung mit Zustimmung der Stadt Celle und großzügiger Unterstützung des Landstallmeisters Dr. Axel Brockmann.

Das Celler Landgestüt, dieses bedeutende Zentrum der Hannoveraner Pferdezucht, feiert heuer seinen 275.Geburtstag.Es ist ein magischer Ort mit großzügigen Stallungen, und herrschaftlichen Gebäuden.Geplant sind im Herbst mehrere Hengstparaden um die großen Vererber zu feiern, die den Ruf von Celle ausmachen. Beeindruckend ist, dass dieselben Hengste nicht nur dressurmässig auf hohem Niveau vorgestellt werden , sondern sie absolvieren auch einen anspruchsvollen Springparcours und gehen vor dem Wagen  -  als Einspänner, Zweispänner , im Viererzug oder sogar als 13-Spänner.Was für eine Demonstration ihrer Vielseitigkeit in allen Disziplinen !

Beim CIAT waren Teilnehmer aus fünf Nationen in Celle angetreten : aus Belgien, Spanien, Großbritannien , den Niederlanden und Deutschland.
Besonders erwähnenswert ist die Courage , mit der sich manche Fahrer auf den Weg nach Celle gemacht haben :Die spanischen Teilnehmer aus der Nähe von Sevilla haben weit mehr als 5000km zurückgelegt und Elizabeth Cartwright-Hignett aus Wiltshire/ Großbritannien hat mit ihrem Gespann den Kanal überquert! Die internationalen Teilnehmer wollten dieses Turnier mit großem Potential, das hoffentlich in Zukunft einen festen Platz im Veranstaltungskalender haben wird, gleich von Beginn an unterstützen. Für viele deutsche Fahrer war es neu, nach dem Reglement der AIAT (Association Internationale d’Attelage de Tradition) zu fahren.

Die ersten Teilnehmer reisten am bereits am Donnerstag an. Die Pferde wurden bestens in den Stallungen der Hengste untergebracht, weil diese derzeit auf Deckstation waren.Und für die ausländischen Fahrer endete der Anreisetag mit einem informellen Abendessen auf Einladung des Gastgebers.Am Freitagabend gab es nicht nur Köstlichkeiten aus Niedersachsen , sondern alle Teilnehmer waren dem Wunsch des Organisators gefolgt und hatten Spezialitäten aus dem Heimatland  mitgebracht : Vom Honig aus eigener belgischer Imkerei über Kekse und Käse ,gab es Tio Pepe und spanischen Schinken, Forellenpastete aus England  bis zu herrlichen brandenburgischen Salaten  -eine wahre gastronomische Vielfalt !

Am Samstagnachmittag fand vor der herrlichen Kulisse des Celler Schlosses die Präsentation der Gespanne statt.Rund zwei- bis dreitausend Zuschauer verfolgten diese erste Teilprüfung bei strahlendem Sonnenschein nachdem es vorher in dieser Region kräftig geregnet hatte.

Abends kamen alle in der großen Reithalle aus dem XVIII Jahrhundert zum platzierten Diner bei Kerzenschein zusammen. Einen festlicheren  Rahmen bei einem Traditionsturnier, gab es bisher nicht !

Die abwechslungsreiche  und gut ausgeschilderte Geländestrecke am Sonntagvormittag führte in die Umgebung von Celle und durch den malerischen Stadtpark.Sie endete an einem Platz mit Kopfsteinpflaster , umgeben von Fachwerkhäusern aus dem XVII und XVIII Jahrhundert im Stadtzentrum .Das hatte seinen ganz besonderen Reiz !
Am Nachmittag folgte der Kegelparcours auf dem Hauptplatz des Landgestüts, dem Herzstück der ganzen Anlage , wo auch die feierliche Siegerehrung stattfand.

Die Resultate :
Hennie Hagen (NL) gewinnt das Geschicklichkeitsfahren mit seinem Holsteiner Viererzug,
Matthias Pfeifer (D) wird zweiter mit seinem Zweispänner und dritter in der Gesamtplatzierung. Elizabeth Carwright-Hignett gewinnt die Präsentation. Antonio Gutierrez (E) siegt in der la Kategorie Einspänner, gefolgt von Heinrich von Senden (D). Pepin Varo mit seinen selbstgezogenen Pferden der Pura Raza Espanola ist Dritter. Bei den Zweispännern. Mark Matthys gewinnt die Tandemkategorie .Gustav Schubotz vom Landgestüt Celle stellt ein exzellentes Tandem vor.

Ein Riesenlob für alle die zum Erfolg dieses ersten CIAT in Celle beigetragen haben !Es herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre, nicht zuletzt wegen des großen Engagements der Mitarbeiter des Landgestüts und der zahlreichen freiwilligen Helfer !
Alle Teilnehmer, die bisher noch nie einen solchen CIAT mitgefahren sind, hatten das Glück , eine zwar entspannte aber doch in der Konzeption präzise organisierte Veranstaltung zu erleben.
So bleibt nur zu hoffen , dass der Organisator sich entschliesst, den Wünschen der Celler Stadtregierung , des Landstallmeisters und der Teilnehmer zu folgen und 2011 wieder einen CIAT zu organisieren !