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CIAT Ksiaz


CIAT KSIAZ 2018


Schloss Kszias, früher Schloss Fürstenstein, war die Residenz von Heinrich XV. Fürst Pless und seiner Frau Daisy, Fürstin Pless. Es liegt auf einem riesigen Felsblock, daher sein Name. Es bietet einen Ausblick über fast ganz Niederschlesien, sein Fürstentum. Da der Gipfel des Felsens kaum mehr Platz bietet, als die Grundfläche des Schlosses mit seinen Parkanlagen, ist es immer etwas schwierig, das Routier für die Gespanne des CIAT dort zu planen.

Die Lösung, die die Organisatoren für die letzten paar CIATs in Kzsias fanden, war ein Rundkurs, der dieselben Wege und Straßen mehrfach nützte. Um dieser beengten Situation zu entgehen, planten sie in diesem Jahr einen Kurs, der vom Schlosspark nach Swiebodice führte, einem kleinen Ort in der Nähe. Es ist ein romantischer Weg im Schatten der großen Laubbäume im Park. Er wies aber doch zwei Schwierigkeiten auf. Die erste war, dass der Weg durch den Wald ziemlich steil war, was von den Pferden verlangte, auf der ganzen Strecke zu dem Städtchen ständig den Wagen aufzuhalten und andererseits auf dem Rückweg ständig kräftig bergauf zu ziehen. Die Fahrer mussten die langsamere Geschwindigkeit auf diesen Strecken richtig einschätzen. Die zweite Schwierigkeit war der öffenliche Autoverkehr in den Straßen des Städtchens. Dieser musste auch in die Kalkulation der Fahrer mit einbezogen werden. Die PCs des Routier waren in diesen Straßen angelegt und auf dem Turnierplatz nahe dem Schloss. Die Fahrer meisterten diese Schwierigkeiten jedoch mit Bravour.

 

Die Präsentation fand wieder auf dem Turnierplatz statt (Pos. 1, Richter Claudia Bunn (GB)), im Park (Pos.2, Richter Hartmuth Huber (D)) und im Gartenparterre vor dem Schloss (Pos. 3, Richter Enzo Calvi (I)).

Die Richter waren sehr erfreut festzustellen, dass das Niveau der Gespanne sich im Verhältnis zu den letzten Jahren nochmals gesteigert hat. Die Veranstalter waren auch über den Umstand sehr erfreut, dass sie sechs Fahrer aus Deutschland als Teilnehmer begrüßen konnten, die den weiten Weg nach Schloss Kszias nicht gescheut hatten, ein sicheres Anzeichen der Attraktivität der Veranstaltung.

 

Es traten auch einige Neulinge unter den Polnischen Fahrern auf, eine Tatsache, die alle diejenigen sehr freute, die sich bemühen, das Fahren mit historischen Anspannungen populär zu machen.

Es gab da hübsche Landanspannungen, anspruchslos präsentiert aber sehr typisch. Da gab es Anfänger, die sich sehr bemühten, aber grundlegende Fehler machten. Die Richter waren beruhigt feststellen zu können, dass sowohl Kritik als auch Rat bereitwillig angenommen wurden. Obwohl es ja ihre Aufgabe ist, die Qualität der Gespanne zu verbessern, fiel es ihnen nicht leicht, als sie ein Fantasiegespann schlecht bewerten mussten, das eine Mischung aus verschiedenen Stilen und Anspannungen vorstellte und die historischen Stile und den Zweck einer Anspannung nicht beachtete. Diese bestimmen jedoch den Charakter einer Anspannung. Viele andere schöne Park- und Stadtanspannungen bildeten jedoch den Maßstab für die Gespanne, die auf dieser Veranstaltung vorgestellt wurden. Sie wurden vom Publikum mit entsprechend begeistertem Beifall belohnt.

 

 

Die Polnischen Gespanne zeichneten sich durch eindrucksvolle, gut trainierte Pferde und erfahrene Fahrer aus. Bedauerlicherweise werden kaum Kutschen vorgestellt, die in der Zeit des pferdebespannten Verkehrs in Polen gebaut worden wären. Es ist schwer verständlich, warum das so ist. Die am ehesten plausible Erklärung ist diejenige, dass die meisten Kutschen in Polen währen des letzten Krieges zerstört oder beschlagnahmt wurden und nach dem Krieg durch Russische Truppen. Das ist sehr bedauerlich, was auch immer der Grund sein mag. Die Polnischen Fahrer sind jedoch sehr stolz, wenn sie einen Wagen gefunden haben, der von Schustala stammt, einem berühmten Kutschenbauer in der Zeit der K. u. K. Monarchie, der allerdings in Böhmen produzierte, heute Tschechische Republik. Die meisten schönen Kuschen, die auf dieser Veranstaltung gezeigt wurden, stammen von Kutschenbauern aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Schweden, wo sie ihre stolzen Besitzer erwerben konnten.

 

Das Kegelfahren wurde wieder auf dem Turnierplatz in der Nähe des Tores zum Park abgehalten. Im Vergleich zu den Parcours früherer Jahre war es weniger ehrgeizig sondern gut fahrbar angelegt. Es gab keine scharfen Wendungen und keine verwirrende Abfolge von Toren. Als die Gespanne am späten Nachmittag ihre Preise bekommen und einige Ehrenrunden gefahren hatten, war die Sonne schon weit unten und bewirkte eine dramatische Beleuchtung der Szene wie Spotscheinwerfer auf der Bühne. Beeindruckend wie in Ehren ergraute Schauspieler produzierten sich die Gespanne auf der Bühne des Turnierplatzes und spielten gewissermaßen die Rolle von des alten Hamlets Geist, der über die Bühne schwebt als Zeuge der Wahrheit, hier als Zeugen der Schönheit des mit Pferden bespannten Verkehrs im Europa vergangener Tage

 

 

 

 

Bericht 4. CIAT KSIAZ 2016


IV. CIAT in Schloss Ksiaz in Polen, 23. – 24.. Juli 2016

zum Gedächtnis an Daisy Fürstin Pless

 Wenn man den weiten Innenhof des Staatsgestütes bei Schloss Ksiaz betritt, ist man von der Schönheit und der Qualität der Zweckbauten, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurden, beeindruckt. Sie umfassen schön gestaltete Stallungen, Remisen und eine wunderschöne Reithalle. Sie bieten aber nur einen Vorgeschmack auf die großartige Gestaltung des Schlosses selbst, das ganz in der Nähe auf der Spitze eines riesigen Felsens inmitten eines herrlichen und sehr gepflegten Parks liegt. Vor dieser Kulisse, des Gestüts und des Parks, fand das 4. CIAT in Schloss Ksiaz statt.

In diesem Jahr hatten sich 15 elegante Gespanne angemeldet. 4 Einspänner, 9 Zweispänner, 1 Dreispänner und 1 Vierspänner. Einige der Gespanne hatten schon früher hier an Wettbewerben teilgenommen. Zur Freude der Organisatoren des Wettbewerbes wie auch der vielen Zuschauer präsentierten auch einige Neulinge ihre Pferde, Geschirre und Kutschen. Die meisten von ihnen kamen aus Westpolen. Drei Gespanne hatten den Weg aus dem Norden und Westen Deutschlands an diesen schönen Ort gefunden.

Dieses Jahr war das Wetter viel angenehmer für die Fahrer und ihre Pferde, verglichen mit dem im letzten Jahr. Die Temperaturen waren mild und eine sanfte Brise war den Fahrern und ihren Gästen in ihren Kutschen willkommen, die ja überwiegend festlich gekleidet waren. Im letzten Jahr war es allen zu heiß und ihre Pferde kamen schnell ins Schwitzen.

Die schicken Gespanne präsentierten sich den Richtern (Enzo Calvi aus Italien, Guiseppe Del Grande aus Italien und Hartmuth Huber aus Deutschland) auf dem Turnierplatz des Gestüts (1.Position). Dann näherten sie sich der zweiten Position im Schatten der Bäume im Park an einem Weiher und fuhren dann weiter entlang der Allee, die direkt zum Vorhof des Schlosses führt. (3. Position). Die Allee und der Vorhof waren gesäumt mit begeisterten Zuschauern, die jedes Gespann mit Applaus bedachten. Besonders die elegante, teils geradezu extravagante Kleidung der Zuschauerinnen trug sehr zur Eleganz der ganzen Veranstaltung bei.

In diesem Jahr war der Kurs der Streckenfahrt gleich ausgelegt wie im letzten Jahr. Der Parcours des Kegelfahrens am Nachmittag dagegen stellte sich als extrem schwierig und nicht flüssig zu fahren heraus. Trotzdem war zum Schluss jeder Fahrer glücklich und die Preisverleihung bot den Zuschauern auf den Tribünen eine wunderschöne Szenerie.15 Gespanne waren nebeneinander aufgereiht und die Fahrer bekamen ihre wohlverdienten Pokale überreicht und die Pferde wurden mit ihren Schleifen dekoriert.

Die Schönheit und der Stil der Pferde, Geschirre, Wagen und Kleider erinnerten jedermann an die Tage des pferdegezogenen Verkehrs, den Reichtum und die Eleganz der Belle Epoque, an die Tage von Daisy Fürstin Pless, der früheren Schlossherrin von Ksiaz, zu deren Gedächtnis diese hervorragende Veranstaltung abgehalten wurde.

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Brief, Results & Videos CIAT KSIAZ 2015


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CIAT in Schloss Ksiaz, Polen,

 17.-19. Juli 2015

 

Das Staatsgestüt in Schloss Ksiaz ist das deutliche Symbol für die Traditionslinien, die in dem dort veranstalteten CIAT zusammenlaufen. Die Tradition der Pferdezucht, die elegante und durchdachte Architektur der Gestütsgebäude – man denke nur an die Reithalle – und die repräsentative Schönheit des Schlosses auf seinem hohen Felsen.

Das CIAT dort verbindet diese Traditionslinien in idealer Weise. Die schönsten Pferde werden in sicherem Gehorsam und im harmonischen Einklang mit dem Willen des Fahrers vorgeführt. Da fahren Gespanne vor von anspruchsvoller städtischer Eleganz ebenso wie authentische ländliche Gespanne, vorgeführt vom Fahrer in der Tracht der Berge der Tatra. Und man muss erst einmal die Begeisterung des sehr zahlreichen Publikums erlebt haben und den Schick und die Eleganz vor allem der Damen im Publikum, um zu verstehen, wie sehr das Ereignis den Charakter und die Leidenschaft der Polen trifft.

Dazu kommt die Kultur des Feierns: Das Fest der Nationen am Vorabend fand in einer sehr persönlichen und freundschaftlichen Atmosphäre statt. Die mitgebrachten regionalen Köstlichkeiten – sowohl fester als auch flüssiger Art – wurden mit Begeisterung und mit erstaunlichem Fassungsvermögen der Teilnehmer weitgehend aufgezehrt. Zwar waren die Polen fast ganz unter sich: Ein deutsches Gespann nahm teil und der Fahrer, der unter der Fahne Australiens antrat, lebt seit langem in Polen. Trotzdem waren die Maßstäbe, die von den Richtern ( Hartmuth Huber-D, Guiseppe del Grande-I, Bruno Kellinghusen-D) angelegt wurden, internationaler Standard.

Sechs Einspänner, elf Zweispänner, ein Pony-Dreispänner, zwei Vierspänner und ein Fünfspänner waren zu diesem Fest der Pferde gekommen. Die Gespanne führten städtische Eleganz mit edlen Karossiers vor vom Kutscher gefahrenem Mylord vor, auch typisch städtische Fiaker-Gespanne, aber auch ländliche Gespanne mit wunderbaren Pferden und von Fahrern in regionaler Tracht vorgestellt. Die Vierer- und der Fünferzug wurden von routinierten Fahrern und ebenso routinierten prächtigen Pferden präsentiert, die schließlich die Siegerehrung zum Ereignis der besonderen Art gestalteten: Die Ehrenrunde geriet zum Karussell, das von den Gespannen im scharfen Tempo, alle drei nebeneinander, vorgeführt wurde und sie schreckten nicht vor scharfen Wendungen in dieser Formation zurück. Die Vorführung machte tiefen Eindruck!

Kein Wunder, dass das Publikum in Begeisterungsstürme ausbrach.

Dass die meisten Preise auf ein und dasselbe Gespann von Roman Kusz entfielen, zeigte, dass dieses Gespann unter allen Gesichtspunkten eben vorbildlich zusammengestellt und gefahren wurde. Es kann, neben den Bemerkungen, die die Richter den Fahrern mitgaben, als Ansporn dienen, sich weiterzuentwickeln und das wunderbare Material, das vorgestellt wurde, noch besser darzustellen.

Fahrer, deren Gäste und das Publikum waren sich einig in ihrer Begeisterung für schöne Pferde, elegant herausgebrachte Gespanne und schick gekleidete Menschen, vor allem Damen. Das macht verständlich, wie treffend das Motto der Veranstaltung gewählt war, das dem Gedächtnis der letzten Fürstin in Ksiaz gewidmet war, Daisy von Pless, einer Ikone der Eleganz ihrer Zeit.

 

                                                                  Hartmuth Huber

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